Archiv 2018

Menschenhandel findet überall statt – auch im Kanton Freiburg. Frauen, Männer und auch Minderjährige werden Opfer dieses Verbrechens, in erster Linie zum Zweck der sexuellen Ausbeutung oder der Ausbeutung der Arbeitskraft. Die Tagung richtet den Fokus auf den Kanton und die Stadt Freiburg und lässt Expertinnen und Experten aus den Bereichen Strafverfolgung, Opferschutz und Migration zu Wort kommen: Welche Strategien verfolgen sie bei der Bekämpfung des Menschenhandels, und auf welche Herausforderungen treffen sie? Welche neuen Trends sind zu beobachten, und: Was müsste noch getan werden?

20. September 2018, 13.00-17.00 Université de Fribourg, PER II, Auditoire G120, Bd de Pérolles 90

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«Konflikte um Land und Wasser – und Konzernverantwortung?»
Erfahrungen aus der peruanischen Zivilgesellschaft

Peru verschmutzt der Bergbau die Umwelt auf verheerende Weise und beeinträchtigt die Gesundheit der lokalen Bevölkerung. Auch der Rohstoffkonzern Glencore (mit Hauptsitz im Kanton Zug) baut in Peru Rohstoffe ab. Dies beispielsweise in Espinar, neu auch Cerro de Pasco. Der Konzern will seine Tätigkeiten im Land noch weiter ausbauen, allenfalls die nicht sanierte Giesserei von La Oroya übernehmen. Vor Ort gibt es dagegen aktiven Widerstand. Wie sieht dieser aus? Wie kann dieser von der Schweiz aus unterstützt werden? Und wie kann verhindert werden, dass eine weitere Zerstörung der Lebensgrundlagen geschieht? Eine breite Allianz aus Hilfswerken, Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen hat die Konzernverantwortungsinitiative lanciert. Das Ziel: verbindliche Regeln für Konzerne zum Schutz von Mensch und Umwelt – auch bei Auslandstätigkeiten.

Programm

  • Filmvorführung Historias de Agua („Wassergeschichten“) (sp/d)
  • Was will die KoVI-Initiative?
  • Publikumsgespräch mit Javier Jahncke, dem Leiter der bergbaukritischen Organisation Red Muqui, Partnerorganisation von COMUNDO
  • Apéro, Austausch und Infostand Rohstoffe

Donnerstag, 26. April 2018 18.30 – 20.15 Uhr
anschl. Apéro und Austausch mit Infostand

Atelier 369 im PROGR Waisenhausplatz 30
3011 Bern

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13. – 15. September 2018; Universität Basel

Die Konferenz wird von einer Reihe von Organisationen der interdisziplinären Rechtsforschung veranstaltet und an der Juristischen Fakultät der Universität Basel (verantwortlich: Bijan Fateh-Moghadam und Kurt Pärli) ausgerichtet. Sie ist die vierte Konferenz dieser Art nach den Veranstaltungen in Luzern 2008, Wien 2011 und Berlin 2015.

Thema ist die „Abschaffung des Rechts?“. Das Generalthema zielt unter anderem auf die rechtliche Bedeutung des bio- und informationstechnologischen Wandels, der Entformalisierung des Rechts, der Migration, der Ausweitung von Notstands- und Sonderrechten sowie der Erstarkung rechtspopulistischer und autoritärer Regime.

Wissenschaftler*innen aller Disziplinen sind eingeladen, ihre empirischen Forschungsergebnisse und theoretischen Perspektiven zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen. Die Konferenzsprache ist Deutsch, Vorträge auf Englisch und Französisch sind willkommen.

Gerne machen wir Sie darauf aufmerksam, dass am Abend des 12. September 2018 im Zusammenhang mit dem Kongress eine öffentliche Vorveranstaltung stattfinden wird. Es würde uns freuen, wenn Sie bereits an dieser teilnehmen könnten. Details und Informationen zu den Plenarvorträgen sowie zum Rahmenprogramm folgen in Kürze.

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Predictive Analytics bei Versicherungen und in der Arbeitswelt: Diskriminierung durch Algorithmen?

Juristische Fakultät Uni Basel, WWZ Auditorium, 16. Mai 2018

organisiert von Prof. Dr. Kurt Pärli

Predictive Analytics ist einer der aktuellsten Big-Data-Trends. In vielen Bereichen, so auch bei Versicherungen und in der Arbeitswelt, etwa bei der Rekrutierung neuer Mitarbeitenden, werden Entscheidungen zunehmend auf der Basis sogenannter „predictive analysis“ gefällt. Es handelt sich hier um automatisierte Entscheidungsketten, die auf Wahrscheinlichkeitsberechnungen beruhen, die wiederum auf Basis automatisierter Auswertungen von Datensätzen erstellt werden.
Aber wie kommen solche Entscheidungen zustande? Führen die verwendeten Algorithmen zu objektiven Ergebnissen? Oder geschieht genau das Gegenteil, nehmen Algorithmen vielmehr Stereotype aus den Daten auf und perpetuieren sie sogar? Sind zum Beispiel Programme, die Sprache interpretieren, sexistisch und rassistisch und führen zu diskriminierenden Entscheidungen? Die Rechtsordnung verbietet Diskriminierung in allen Lebensbereichen. Auch Datenschutzrecht bezweckt nicht den Schutz der Daten, sondern vielmehr den Schutz der Grundrechte und der Persönlichkeit von Personen, übe
r die Daten bearbeitet werden. Es ist indes fraglich, ob Diskriminierung durch auf Algorithmen basierenden automatisierten Entscheidungen mit den bestehenden Instrumenten des Diskriminierungs- und Datenschutzes effektiv bekämpft werden kann. ZielderVeranstaltungistes,das Diskriminierungspotenzial von Predictive Analytics im Bereich Versicherungen und Arbeitswelt zu erkennen und die juristischen Gegenmassnahmen zu diskutieren. Dabei soll es aber nicht bleiben: Wenn Algorithmen Diskriminierung lernen, dann sollte auch möglich sein, vorurteilsfreie automatisierte Entscheidungsfindungen zu entwickeln, davon soll an dieser Tagung die Rede sein.

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Das auf einer wahren Geschichte basierende Gerichtsdrama DENIAL erzählt vom aufsehenerregenden Prozess, von Zivilcourage und dem Unterschied
zwischen Fakten und Meinungen - ein hochaktuelles Thema in Zeiten der Diskussionen um Fake News.

Ist die Leugnung des Holocausts eine Meinung oder eine Lüge? Wer entscheidet in einer Demokratie über eine historische Wahrheit, der Richter, das Parlament, das Volk oder die Geschichtswissenschaft? Die Veranstaltung ist Teil der Filmreihe «Recht im Film», welche Walter Stoffel und Lucie Bader jeweils im Frühlings-Semester an der Universität Freiburg durchführen. Die Reihe ist auch dieses Jahr Gast im REX Bern und präsentiert am Dienstag, 6. März, den Film DENIAL von
Mick Jackson.

Anschliessend Podiumsdiskussion. Weitere Informationen und Ticketbestellung : https://www.rexbern.ch/filme/denial/