TERMINE

ABENDVERANSTALTUNG DER DJS-AG ZUR TÜRKEI IN ZÜRICH

Über 150.000 entlassene Staatsbedienstete seit dem Militärputsch vom 15. Juni 2016, Terrorisierung der gesellschaftlichen Opposition, verbale Schlammschlachten mit dem Ausland und am Ende noch der Sieg beim Referendum am 16. April 2017 über die Einführung eines sogenannten „Präsidialsystems“ mit fast absoluter Macht für den Präsidenten – befindet sich die Türkei schnurstracks auf dem Weg in eine faschistische Diktatur?

Wer etwas genauer hinschaut, wird sehen, dass nicht alles so glatt läuft, wie es scheint. Das Referendum vom 16. April 2017 konnte die AKP nur mithilfe von Wahlfälschung und auch dann nur ganz knapp gewinnen. Das rechte Lager und die herrschende Klasse im Allgemeinen ist aufgrund der instabilen politischen Lage weiterhin unter sich zerstritten und unsicher, während die Opposition in unterschiedlichsten Formen unermüdlich weiterkämpft. Der Kampf um Diktatur und Demokratie in der Türkei ist noch längst nicht entschieden.

Referent: Ein Vortrag des freien Schriftstellers und Aktivisten Alp Kayserilioğlu mit anschließender Diskussion.
Wann: 16. Dezember 2017 ab 19:00 Uhr
Wo: Ristorante Bar Certo, Strassburgstr. 5 in Zürich


Seit Mitte 2014 sind die neuen Bestimmungen zur elterlichen Sorge in Kraft, seit Anfang 2017 diejenigen zum Kindesunterhalt. In der Praxis werfen diese Revisionen zahlreiche Fragen prozessualer Natur auf:

Kann der Elternteil, welcher das Kind betreut, den Kindesunterhaltsprozess führen, obwohl er ein Eigeninteresse am Betreuungsunterhalt hat? In welchen Fällen nehmen die Gerichte einen Interessenkonflikt im Sinne von Art. 299 ZPO in Verbindung mit Art. 306 ZGB an und und ordnen eine Vertretung des Kindes an?

Unsere Mittagsveranstaltung bietet die Gelegenheit, diese und ähnliche Fragen mit Stefanie Pfänder Baumann und Esther Wyss Iff, beide Gerichtspräsidentinnen beim Regionalgericht Oberland, zu diskutieren. Da es noch keine abschliessenden Antworten auf diese Fragen gibt, soll der Erfahrungsaustausch im Zentrum stehen.

Donnerstag, 15. Februar 2018, 12:15 - 13:00 Uhr, danach weiterer Austausch bei Mittagslunch

Quartierzentrum Villa Stucki, Seftigenstrasse 11, Bern

Für die Veranstaltung selbst ist keine Anmeldung erforderlich. Für den Austausch nach der Veranstaltung werden Getränke und Sandwichs für diejenigen Mitglieder, die sich bis am 13. Februar auf Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anmelden, organisiert.

Der Raum ist rollstuhlgängig.


18:30 Uhr 

Neubad Luzern

mit anschliessender Veranstaltung


Flyer Mail

Zum Film
Klaus Rózsa, ein bekannter, politisch engagierter Fotograf, lebte jahrzehntelang staatenlos in Zürich. Alle seine Einbürgerungsgesuche, drei an der Zahl, wurden aus politischen Gründen abgelehnt. Er behindere die Arbeit der Polizei, weil er deren Übergriffe fotografiere, so heisst es in den Staatsschutzakten. Gezeichnet vom Schicksal seines jüdischen Vaters, der die Konzentrationslager von Auschwitz und Dachau überlebte, bekämpft Klaus Rózsa das Unrecht im Staat. Bei den Jugendunruhen der 80er Jahre griff er zum Megaphon und fotografierte gleichzeitig die Auseinandersetzungen auf der Strasse. Später kämpfte er für die Medienfreiheit in der Schweiz und wurde trotz seiner Stellung als Gewerkschaftspräsident und Mitglied des Presserats so oft von der Polizei schikaniert, misshandelt und zusammengeschlagen, dass er 2008 nach Budapest auswanderte. Von dort war er 1956 zweijährig mit den Eltern und seiner Schwester Olga in die Schweiz geflüchtet. Doch in Ungarn wurden derweil Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus salonfähig. Dagegen demonstriert Klaus erneut und tritt in Budapest an der Seite von Bundeskanzler Gerhard Schröder auf. Schulklassen aus der Schweiz erklärt er, wer Carl Lutz gewesen war, der lange Zeit verfemte Schweizer Konsul, der im Zweiten Weltkrieg 60 000 ungarischen Juden das Leben gerettet hatte. Am Budapester Denkmal für ihn trifft Klaus dessen Tochter Agnes Hirschi, die sich seit Jahren für die Ehre und das Andenken ihres Vaters einsetzt.

Im Anschluss an den Film folgt eine Podiumsdiskussion mit dem Protagonisten Klaus Rózsa und dem Regisseur Erich Schmid, moderiert von Samantha Tomarchio.
Ort: Pool
Eintritt: Frei/Kollekte

Veranstalter: Eine Co-Produktion der Kritischen Jurist*innen Luzern (https://de-de.facebook.com/kriJurLuz/) und der Demokratischen JuristInnen Luzern (https://www.djs-jds.ch/de/lu/ueber-uns-lu).

 


Die diesjährige Mitgliederversammlung findet am 27. März statt. Weitere Informationen folgen.