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Planungsbericht Zukunft Justizvollzug Luzern

Die Demokratischen Jurist*innen Luzern (DJL) unterstützen die Stossrichtung des Planungsberichts Zukunft Justizvollzug Luzern grundsätzlich, fordern in ihrer Stellungnahme jedoch zusätzliche Massnahmen zur Stärkung eines menschenwürdigen und zukunftsfähigen Justizvollzugs. Im Vordergrund stehen der rasche Ausbau des Personalbestands und der Vollzugsinfrastruktur, insbesondere zur Entlastung des Personals und zur Gewährleistung angemessener Haftbedingungen. Besonderen Handlungsbedarf sehen die DJL bei der Betreuung psychisch erkrankter Inhaftierter sowie bei der Schaffung ausreichender Plätze im Massnahmenvollzug. Zudem sprechen sie sich für möglichst viele Haft- und Untersuchungsplätze im Kanton Luzern aus, um die Rechte der Betroffenen zu wahren und unnötige Mehrkosten zu vermeiden. Ein zentrales Anliegen ist der verstärkte Einsatz von Haftalternativen wie Electronic Monitoring und gemeinnütziger Arbeit. Diese sollen konsequent genutzt werden, um den Justizvollzug zu entlasten und die negativen Folgen von Haft zu reduzieren. Gleichzeitig fordern die DJL eine stärkere Prävention und eine Verringerung vermeidbarer Ersatzfreiheitsstrafen, insbesondere durch eine zurückhaltendere Anordnung von Verbindungsbussen.